Die Elektronegativität (EN)

Die Elektronegativität

© A.Spielhoff, Chemie PSE Textform 1 H,  CC 0

© A.Spielhoff, Chemie PSE Textform 9 F,  CC 0

Elektronegativität (EN) bezeichnet die Fähigkeit eines Atoms, innerhalb einer chemischen Verbindung die bindenden Elektronen an sich zu ziehen.
Jedem Element des Periodensystems hat man einen Zahlenwert zugeordnet, der seine “Elektronegativität” angibt.
 
  • Je größer dieser Zahlenwert ist, desto stärker zieht das Element in einer Verbindung die Bindungselektronen zu sich her.
  • Der Zahlenwert steigt im Periodensystem von links nach rechts und von unten nach oben.
© serlo.org, ElektronegativitätCC BY SA 4.0
Die Zahlenwerte der Elektronegativitäten findest du in unserem
Textbasierten Periodensystemen” unten rechts.

Nach der Pauling-Skala, wurde bei Wasserstoff der EN-Wert von 2,2 und bei Fluor der EN-Wert von 4 festgelegt. Die anderen Elemente wurden dann mit diesen beiden Elementen verglichen.
Deshalb musst du in einem Periodensystem bei Fluor nur die Zahl 4 suchen und du hast herausgefunden wo die Elektronegativitäten angegeben werden.

 

YouTube Video von "musstewissen Chemie" zu der Elektronegativität

Bindungsarten

Um die Art der Bindung zu bestimmen wird die Elektronegativitätsdifferenz [Delta-EN (ΔEN)] berechnet. 
Hierfür zieht man den kleineren EN-Wert er beteiligten Atome von dem Größeren EN-Wert ab, damit die Differenz immer positiv ist.

  • ΔEN > 1,7
    • Ist die Elektronegativitätsdifferenz größer als 1,7 handelt es sich wahrscheinlich um eine Ionenbindung.
  • 0,5 < ΔEN > 1,7
    • Ist die Elektronegativitätsdifferenz größer als 0,5 aber kleiner als 1,7 handelt es sich wahrscheinlich um eine polare kovaltente Bindung.
  •  ΔEN > 0,5

Aber die Übergänge zwischen den Bindungsarten ist fließend.  
Man kann ganz grob folgende Aussage treffen:

  • Bei einem großen ΔEN und recht hoher EN Werten der beiden beteiligten Elemente liegt eine polare oder stark polare kovalente Bindung vor.
  • Bei einem großen ΔEN wo jedoch eines der Elemente eine geringe EN-Wert hat (ist also ein Metall), so liegt eine Ionenbindung vor.
  • Bei einem kleinen ΔEN und recht hoher EN Werten der beiden beteiligten Elemente liegt eine unpolare kovalente Bindung vor.

Stellt man die EN-Werte der beteiligten Elemente in einem Koordinatensystem dar bekommt man folgende Grafik.
      • x-Achse: EN des weniger elektronegativeren Elements.
      • y-Achse: EN des stärker elektronegativen Elements.

© A.Spielhoff, Bindungsarten nach EN, CC 0
An der Grafik erkennt man die fließenden Übergänge zwischen den verschiednen Bindungen.

  • Metallbindung: •Na, •Al
  • unpolare kovalente Bindung: •CH4, •N2, •O2, •F2
  • polare kovalente Bindung: •HF, •H2O, •H3CBr
  • Ionenbindung: •Frf, •NaCl, •Li2S, •MgO, •MgBr2
Im folgenden ist dann ganze noch einmal vereinfachten mit klagen Grenzen und ohne Stoffe dargestellt.

© A.Spielhoff, Bindungsarten nach EN vereinfacht, CC 0

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