Die Nervenzelle

Die Nervenzelle

Nervenzellen sind spezialisierte Zellen, die für die Reizaufnahme sowie die Weitergabe und Verarbeitung von Nervenimpulsen (Erregungsleitung) zuständig sind.

An der Nervenzelle lassen sich verschiedene Abschnitte differenzieren:

  • Die Dendriten sind feinste Verästelungen des Zellkörpers, die den Kontakt zu den Endknöpfchen von Tausenden anderer Nervenzellen herstellen und von ihnen Erregungen empfangen.
  • Als Soma bezeichnet man den Zellkörper einer Nervenzelle (den Bereich um den Zellkern, ohne Dendriten und Axon).
  • Das Axon ist ein langer Fortsatz der Nervenzelle, welcher der Weiterleitung der Nervenimpulse dient. Die Aktionspotenziale werden über das Axon zu anderen Nervenzellen oder Muskelzellen fortgeleitet. 
    Oft sind die Axone von einer isolierenden Hülle umgeben, der Myelinscheide. Diese besteht aus einzelnen Schwannschen Zellen, die sich um das Axon wickeln und nur kurze Bereiche frei lassen, die Ranvierschen Schnürringe. Die isolierenden Myelinscheide beschleunigen die Informationsweiterleitung. Das Axon einer Nervenzelle kann bis zu 1 m lang sein.
  • Das synaptische Endknöpfchen am Ende des Axons überträgt das einlaufende Signal durch chemische Erregungsübertragung mit Hilfe von Neurotransmittern auf die Dendriten der nachgeschalteten Zelle.

    Diese Verbindungsstellen zwischen zwei Nervenzellen heißen Synapsen.
    © DocCheck Flexikon, Nervenzelle, leicht angepasst von A.Spielhoff CC BY-NC-SA 3.0

Übertragen von Informationen
Alle Nervenzellen (Neurone) sind elektrisch erregbar. Die elektrischen Impulse werden meist am Dendriten empfangen, im Zellkörper verarbeitet und bewegen sich dann entlang des Axons. Auf seiner gesamten Länge funktioniert das Axon hauptsächlich als “elektrisches Kabel”, das einfach das Signal weiterleitet bis es das Endköpfchen und damit eine Synapse erreicht. 

Weitere Informationen zu dem “Bau einer Nervenzelle” findest du auf der Webseite von von u-helmich.

Die Synapse (von Nervenzelle zu Nervenzelle)

© A.Spielhoff, Synapse-beschriftet, CC 0

Eine Synapse ist eine Kontaktstruktur zur Übertragung eines chemischen oder elektrischen Signals von einer Nervenzelle auf eine andere Nervenzelle (oder eine andere Zielzelle (Muskelzelle, Drüsenzelle, Sinneszelle)). 

Sobald das elektrische Signal die Synapse erreicht, werden spezielle Überträgerstoffe, “die Neurotransmitter”, von der Nervenzelle freigesetzt. Die Neurotransmitter diffundieren durch den synaptischen Spalt und docken an passende Rezeptoren der Postsynapse an. 
Diese Neurotransmitter stimulieren dann ein weiteres Nervenzelle und lösen damit eine neue Welle von elektrischen Impulsen aus. 
Die Erregungsübertragung kann nur in eine Richtung laufen (“unidirektional”).
© DocCheck Flexikon, Nervenzelle, stark angepasst von A.Spielhoff CC BY-NC-SA 3.0

YouTube Video "Funktionsweise chemischer Synapsen" (schwer)

YouTube Video "Wie wirken Schmerzmittel?"

YouTube Video "Wie wirken Drogen?"

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